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Zwischen Nationen, die kommen und gehen – ein Leben in Mosambik, der DDR und der BRD

Erzählcafé mit Gilberto Monteiro Viriato, Freiburg

 

Gilberto M. Viriato und sein Lehrmeister in Straßfurt, 1987

Gilberto Monteiro Viriato hat die Vergänglichkeit von Nationen und politischen Systemen sehr unmittelbar erlebt. 1971 in Dondo in der zentralmosambikanischen Provinz Sofala geboren, wurde er nach dem Besuch der Volksschule für die weiterführende Schule und Ausbildung an einer „Schule der Freundschaft“ ausgewählt. Mit elf Jahren reiste er in die DDR und besuchte dort eines von mehreren Freundschaftsinternaten in Straßfurt in der Nähe von Magdeburg. Mit sechzehn kehrte er in seine Heimat zurück, um sich dort an einer Offiziersschule ausbilden zu lassen. Nach zwei Jahren beging er in den Bürgerkriegswirren Fahnenflucht und kehrte zurück in ein Deutschland an der Schwelle zur Wiedervereinigung. Seit 1996 lebt er in Freiburg. Was bedeutet es, als Kind aus seiner Umgebung gerissen zu werden und in einem fremden Land zu leben – für das Kind, aber auch für die Familie? Wie beschreibt Gilberto Viriato das Leben in der Schule der Freundschaft? Wie erlebte er die DDR als Kind/Teenager, wie die deutsche Wiedervereinigung und das Leben in der Bundesrepublik? Wie prägt seine Geschichte und seine Zugehörigkeit zu zwei Kontinenten und mehreren Sprachen heute sein Leben in Freiburg?

Über diese und ähnliche Fragen spricht Gilberto Viriato

am Sonntag, den 16. Juli 2017, 18:00

in der Galerie im Alten Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg