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Sharon Dodua Otoo: Synchronicity

Lesung und Gespräch mit der Aktivistin, Autorin und Bachmannpreisträgerin

Donnerstag, 14. September 2017, 19:00

im Kinosaal im Alten Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg, 7/5 €, Reservierung 0761 45980022 möglich.

Sharon Dodua Otoo im Juli 2016 in Berlin (Bild: Paul Zinken/picture alliance)

Sharon Dodua Otoo beschreibt sich selbst „als Schwarze britische Mutter, Aktivistin, Autorin und Herausgeberin“ — in dieser Reihenfolge. Im deutschsprachigen Literaturraum ist sie 2016 schlagartig durch den Text „Herr Gröttrupp setzt sich hin“ bekannt geworden, für den sie den Ingeborg-Bachmann-Preis erhielt. Sharon Otoo bewegt sich auf mehrsprachigem literarischem Terrain: 1972 in London als Tochter ghanaischer Eltern aufgewachsen, zog sie nach ihrem Deutsch- und Managementstudium nach Berlin. Sie ist unter anderem aktiv in der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) e.V., bei RAA Berlin e.V. und im Verlag w_orten und meer. Neben Veröffentlichungen in Zeitschriften wie Missy Magazine, Tagesspiegel und African Courier gibt sie die englischsprachige Reihe „Witnessedheraus… und schreibt zudem längere literarische Texte, in denen sie mit Sprache, Erzählinstanzen und -haltungen experimentiert: 2012 erschien die Novelle the things I am thinking while smiling politely (in deutscher Übersetzung 2013 erschienen unter dem Titel „die dinge, die ich denke, während ich höflich lächle“), gefolgt von Synchronicity (2014 auf Deutsch und 2015 auf Englisch erschienen). Diese jünste Novelle erzählt in magisch-realistischer Manier von einer Verlusterfahrung der besonderen Art.

Ins Gespräch kommt Sharon Dodua Otoo in Freiburg mit Nisma Bux-Cherrat, geboren in Casablanca, aufgewachsen im Schwarzwald, Schauspielerin, professionelle Sprecherin, Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin.

Nisma Bux-Cherrat

Nach ihrer Schauspielausbildung an der Neuen Münchner Schauspielschule Ali Wunsch-König nahm Nisma Bux-Cherrat über 15 Jahre hinweg Engagements an deutschsprachigen Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz an. 2003 folgte die Hauptrolle in Branwen Okpakos Spielfilm „Tal der Ahnungslosen“ (Int. Filmfestival Toronto, Berlinale 2004, Panafrikanisches Filmfestival FESPAKO, Ouagadougou).

Neben Schauspiel, Gesang, Sprechen und ihren pädagogischen Tätigkeiten in diesen Bereichen ist Nisma Bux-Cherrat Autorin des Beitrages „Mätresse – Wahnsinnige – Hure“ in Mythen, Masken und Subjekte – Kritische Weißseinsforschung in Deutschland – ein Band, der mittlerweile als Klassiker gehandelt wird. Von 1990 und 2006 war sie, wie Sharon Dodua Otoo, aktiv bei der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und gründete mit anderen Schwarzen professionals den Verband SFD – Schwarze Filmschaffende in Deutschland.

Die Lesung  und das Gespräch finden im Rahmen der Ausstellung Homestory Deutschland statt, die noch bis zum 17. September in der Galerie im Alten Wiehrebahnhof zu sehen ist. Ein Büchertisch wird von unserer Veranstaltungspartnerin, der jos fritz buchhandlung bereitgestellt.

Jos Fritz Bücher, Wilhelmstr. 15, 79098 Freiburg

 

Artikel in der BZ vom12.09.2017